Gegner der Kreativität: Tunnelblick

Zu den Gegnern der Kreativität gehört der Tunnelblick.
Insbesondere bei Stressempfinden macht er sich zunehmend bemerkbar.
Er engt die Sicht und das Denken ein.
Es wird nur noch bemerkt was im eingeengten Blickfeld stattfindet bzw. dort hineinpasst.
Optionen und sogar fertige Lösungen, die nicht im Kegel der Aufmerksamkeit liegen, werden übersehen.

 

Bloss vorsichtig!

Aus Angst etwas falsch zu machen bleiben viele Ideen unausgesprochen.

Gerade in Gruppen halten sich bestimmte Teilnehmer lieber etwas zurück, während andere dominieren.
Die Ursachen für übertriebene Zurückhaltung sind vielfältig; oft wurden schlechte Erfahrungen gemacht.
Auch kann sich darin die Unternehmenskultur und der Umgang mit abweichenden Meinungen widerspiegeln.
Dann ist grundsätzliches Handeln erforderlich.

Der Kreativitätsexperte Edward de Bono meint ebenfalls; viele Ideen zu haben, von denen einige falsch sind, ist besser, als immer recht zu haben und überhaupt keine Ideen zu haben.

In von mir moderierten Kreativsitzungen haben gerade solche „Stillen Wasser“ oft wesentliche Impulse geliefert, von denen dann alle profitiert haben.

Gute Ideen nicht verstauben lassen

Jäger und Sammler waren unsere Vorfahren.
Und so liegt uns beides im Blut.
Einmal entfacht kommen uns diese Ursprünge auch bei kreativen Prozessen zu Gute.

So wertvoll dann all die gewonnen Ideen sind, sie wollen auch umgesetzt werden.
Vielversprechende Ideen sind viel zu wertvoll, um sie verstauben zu lassen.

Entsprechend lohnt es sich die Vertiefung und Realisierung zum festen Bestandteil des kreativen Kreislaufs des Unternehmens bzw. des Umfeldes zu machen.

 

Ordnung, Chaos und Kreativität

Weit verbreitet ist die Meinung, dass Innovation und Kreativität ihre Wurzeln in der Unordnung haben.
Sie werden geboren wie Sterne im Chaos des Urknalls.

Das klingt im Kontext professioneller Ideenfindung eventuell etwas zu anarchistisch.
Und doch gilt es bestehende Ordnung in Frage zu stellen und dem Festgefahrenem ein Schnäppchen zu schlagen.
Etablierte Systeme kennzeichnen sich meist über ein großes Beharrungsvermögen aus, eine Massenträgheit, die erst überwunden werden muss damit die Dinge in Bewegung kommen.

Aus dieser Beobachtung resultiert die existentielle Bedeutung, die der Kreativität in der Unternehmenskultur zukommt.

 

Humor und Kreativität

Humor ist eine besondere Fähigkeit.
Humor erfordert die Perspektive zu wechseln – die Dinge auf eine unerwartete Weise zu betrachten.
Und genau das ist grundlegend für Kreativität.

 

Chaos und Kreativität

Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.

Friedrich Nietzsche

 

Mix

Alle Großen waren große Arbeiter, unermüdlich nicht nur im Erfinden, sondern auch im Verwerfen, Sichten, Umgestalten, Ordnen.

Friedrich Nietzsche

 

Das klingt nach den Phasen für kreative Prozesse.
Die Idee an sich ist nur ein Teil des gesamten Prozesses.
Sie ist zwar nicht unwesentlich, doch fängt es mit der ersten Idee erst an interessant zu werden.
Dann heißt es anspruchsvoll sein und dranbleiben.
 

Freiheit der Gedanken

Der Traum ist der beste Beweis dafür,
dass wir nicht so fest in unsere Haut
eingeschlossen sind,
als es scheint.

Friederich Hebbel

 

Obwohl es manchmal zum Aus-der-Haut-fahren ist;
oft ist es gar nicht so einfach die eigene Haut zu verlassen.

Karsten Noack
 

Kindliches Denken

Worin besteht der Unterschied zwischen kindlichem und erwachsenem Denken?

Die zwölfjährige Adora Svitak bietet uns ihre Sicht auf die Unterschiede.

Video von TED Talks

 

Wald, Bäume und Kreativität

Betriebsblindheit?
Um den Wald vor lauter Bäumen zu erkennen lohnt sich ein Perspektivwechsel.

Von dem, was du erkennen und messen willst, musst du Abschied nehmen, wenigstens auf eine Zeit.
Erst wenn du die Stadt verlassen hast, siehst du, wie hoch sich ihre Türme über die Häuser erheben.

Friedrich Nietzsche

 


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